Die Malerei der Münchner Künstlerin Judith Grassl zeichnet sich durch eine besondere ästhetische Spannung aus, in der sich Figuration und Abstraktion, Realität und Imagination begegnen. Auf großformatigen Leinwänden entwirft sie bühnenartige Bildräume, deren scheinbare Ordnung durch das Prinzip der Collage aufgebrochen wird. Fragmentarische Formen, architektonische Elemente, abstrahierte Figuren oder symbolisch aufgeladene Motive wie der immer wiederkehrende Apfel treten miteinander in Beziehung und erzeugen vielschichtige visuelle Erzählungen.
Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig Bildfragmente aus unterschiedlichen Quellen, darunter kunsthistorische Vorlagen, Fotografien oder eigene Bildarchive. Diese werden von der Künstlerin dekonstruiert, neu arrangiert und zunächst in Form von Skizzen sowie dreidimensionalen Modellen erprobt, bevor sie in einem komplexen malerischen Prozess auf die Leinwand übertragen werden. In zahlreichen Schichtungen überlagern sich Farben, Formen und Perspektiven, wodurch Bildräume entstehen, die zwischen realer und virtueller Wahrnehmung changieren.
Grassls Arbeiten greifen bewusst auf kunsthistorische Referenzen zurück, etwa die kubistische Auflösung des Raums, das collagenhafte Denken des Dadaismus oder symbolische Elemente mittelalterlicher Bildwelten. Diese werden jedoch nicht zitiert, sondern in eine zeitgenössische Bildsprache überführt. So entstehen Kompositionen, in denen unterschiedliche Zeit- und Bedeutungsebenen aufeinandertreffen und sich zu neuen visuellen Zusammenhängen verbinden.
In Judith Grassls Malerei werden Räume zu Bühnen, auf denen Bildfragmente wie Requisiten eines verlassenen Filmsets erscheinen. Ihre Arbeiten untersuchen die Wirkung von Bildern, ihre symbolische Kraft und die Art und Weise, wie sich Erinnerungen, Wahrnehmungen und kulturelle Bedeutungen miteinander verweben. Dadurch entstehen Bildwelten, die zugleich vertraut und rätselhaft wirken und den Betrachtenden dazu einladen, eigene Assoziationen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Vorstellung zu entwickeln.
Studium der Malerei, Akademie für Bildende Künste München (bei Prof. Axel Kasseböhmer, Prof. Anke Doberauer und Prof. Stephan Dillemuth)
Erasmus Studienaufenthalt an der Faculdade des Belas Artes, Lisbon
Unfolding finds, Einzelausstellung, Galerie Claire Gastaud, Paris
Kunst galerie, Fürth
Art Karslruhe, Kunstraum Leitershofen, Karlsruhe
Spaces, Kunstraum Leitershofen, Augsburg
Paris-Berlin-Munich, Galerie Claire Gastaud, Paris
Äpfelessen (Malso13), Galerie Ping Rodach Contemporary, München
Nested, Neue Galerie Landshut (Duo mit Viola Relle), Landshut
Collection 9, Galerie Claire Gaustaud, Clermont- Ferrand
Summer Salon, Galerie Duran Marshaal, Montreal, Kanada
Malso 13 zeigt 90 %, Kunstraum Leitershofen, Augsburg
Eden, Eden Floweshop, München
Am Ende gewinnt der Troll (Book Release), Rosa Stern Space, München
Flora und Fauna, Pfeufer 38, Munich
Schöne Mutanten, Einzelausstellung, Kali Galerie, Luzern, Schweiz
Auf ein Ei geschrieben, Halle 50, München
To bodily go, superzoom art gallery, The M Building Miami, USA
Malso 13, Hallo Hallo, Neue Galerie Landshut
hart-zart, modern studios, Freising
tempo doro, Kali Gallery, Luzern, Schweiz
am Ende gewinnt der Troll, Orangerie München
Frühling der jungen Jahre mit Malso13, Plattform München
Re-Inszenierung, Gallery Filser & Gräf, München
Chronicles of a year mit Malso13, Künstlerwerkstatt Freiburg
DebütantInnen Ausstellung, Künstlerhaus Nürnberg
Große Taten kleine Fische, Halle 50, München
Fast Forward, Fürstenstraße 11, München
Die ersten Jahre der Professionalität, Galerie der Künstler München
Gifts, Einzelausstellung, Kali Gallery, Luzern, Schweiz
BlickFang, Kunsthaus Kaufbeueren
Tackr, Galerie der Künstler, München
ambig, Galerie der Künstler, München
Fokus Europa I, Europäisches Künstlerhaus Schafhof, Freising
Zwischenkunst&Raum, Kaiser-Max-Straße 15, Kaufbeuren
Schanzentisch, Bergschmiede, München
L`àrtiste devant sa toile, Kunstverein Marburg, Marburg
New kids on the block, Halle 50, München
TIAMUCKLIMA, Halle 50, München
Wüstenwinkel, Einzelausstellung, Ingenieurskammer, München
5th Masters Salon Painting 2018, Royal Academy of Fine Arts, Antwerpen
Wildnis.Eis.Luft., Kulturwerkstatt Haus 10, Fürstenfeldbruck
WIR, Anke Doberauer and her masterstudents, Gallery Weise, Chemnitz
GOPEA 55 german works of art, Villa de Bank, Enschede, Niederlande
Open Sky, Halle 50, München
Schwabinger 7, Nova Galerie, Prag
Blick Fang, Kunsthaus Kaufbeuren
Junge Kunst, Museum of Contemporary Art, Marktoberdorf
STart 55, Gallery hase29, Osnabrück
Luftlinien, mit Christina von Bitter, Schalterhalle Starnberg, München
Das Große Gehege, Diplomausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
The other End, Einzelausstellung, Akademiegalerie, München
Hundstage, KHG, Munich
Aura, Installation der Klasse Prof. Anke Doberauer für ArtMuc, Praterinsel, München
Engel, begleitend zur Ausstellung Rokoko, Kunsthalle, München
one flew over the nest, mit Jan Rybnicek, Gallery Slevarna Vankovka, Brno
stumme Sieger, mit Jan Rybnicek , Gallery Munikat, München
Glasbox, Akademiegalerie, München
die Frau von Nebenan, Gartenhaus der Kunst, München
Neustartkultur-Stipendium der Stiftung Kunstfond (Förderzeitraum 6 Monate: Aufenthalt in Wien)
the first years of professionalism 40, BBK Munich
Debütantenpreis, BBK Nürnberg
Europäisches Stipendium für Kunst aus dem Bezirk Oberbayern
Salzamt Linz, AiR
Preis der LfA Förderbank Bavaria
Pomorie, Bulgarien, AiR
Zulassung zum Studioförderprogramm der Regierung von Oberbayern
Oskar Karl Forster Stipendium
Erasmus Stipendium (Studienaufenthalt in Lissabon, Portugal)
Bayerische Staatsgemäldesammlung, München
Judith Grassl studierte Kunstpädagogik sowie Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, unter anderem in der Galerie Claire Gastaud in Antwerpen und Paris sowie 2024 in der Neuen Galerie Landshut.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in München.
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