Der tschechische Künstler Jan Rybníček bewegt sich in seiner figurativen Malerei zwischen Mystik, Symbolismus und surrealer Bildwelt. Seine Gemälde zeigen fiktive Mischwesen und anthropomorphe Figuren, die in offenen, oft schwer definierbaren Räumen erscheinen. Diese traumhaften Gestalten – weder eindeutig menschlich noch tierisch, weder männlich noch weiblich – scheinen aus einer eigenen, rätselhaften Welt zu stammen. Ihre übergroßen Körper, schemenhaften Gesichter und lebendigen Augen suchen häufig den direkten Blickkontakt mit den Betrachtenden und erzeugen so eine zugleich vertraute wie befremdliche Begegnung.
Rybníčeks Figuren existieren meist in komplexen Gefügen aus Körpern, Formen und Farben, die sich miteinander verweben, verschmelzen oder gegenseitig durchdringen. Dadurch entstehen Bildkompositionen, in denen einzelne Gestalten kaum voneinander zu trennen sind und vielmehr als organische Konglomerate erscheinen. Diese hybride Körperlichkeit stellt unsere gewohnten Vorstellungen von Identität, Maßstab und Beziehung zwischen Figuren infrage. Monumentale Gestalten wachsen wie farbige Felsen aus der Bildfläche heraus, schlagen scheinbar Wurzeln in die Leinwand oder verschränken sich in dichten, beinahe choreografischen Bewegungen.
Formal arbeitet der Künstler mit einer lebendigen, oft pastellhaften Farbpalette und einer Malweise, die zwischen klarer Figuration und fließender Abstraktion oszilliert. Rybníčeks Bildräume bleiben bewusst uneindeutig: Sie lassen sich weder eindeutig als Landschaft noch als Innenraum lesen und entwickeln stattdessen eine poetische, fast theatralische Atmosphäre. Seine Malerei folgt dabei keinem festen narrativen Konzept, sondern entsteht aus einem offenen Prozess heraus, in dem Formen, Farben und Figuren allmählich zu einer neuen Bildwelt zusammenfinden.
So entfaltet sich auf der Leinwand ein eigenständiges Universum voller Mehrdeutigkeit, Humor und Irritation. Zwischen Zärtlichkeit und Unheimlichkeit, Nähe und Fremdheit erzählen Rybníčeks Figuren von Beziehungen, Emotionen und den widersprüchlichen Facetten menschlicher Existenz.
Akademie der Bildenden Künste München (Diplom bei Prof. Markus Oehlen)
Fakultät für Bildende Künste, Lissabon (Studium bei Prof. I. Salteiro und Prof. C. Vidal)
Fakultät der Schönen Künste, Brünn (Studium bei Prof. M. Mainer und Prof. L. Rathouský)
Studium der Malerei, Hochschule für Kunst und Design, Brünn
Re-Inszenierung, Galerie Filse & Gräf, München
Verbal Taboos and Silence, Plain Gallery, Mailand
Tanscendental, Cuturi Gallery, Singapore
MalSo13 zeigt Ziel und Maß, Galerie der Künstler, München
Sympozium Benedikt, Most
Kultusministerium, München
Personal Neighbour, Nova galerie, Prag
New Kids on The Block, Halle 50, Domagkateliers, München
Die Blüte der Präzision, Galerie Alte Brennerei, Kunstverein Ebersberg
Boys and Girls, Nova Galerie, Prag
Diplomausstellung, Akademie der Bildenden Künste München
Anathomie eines Märchens, Pörnbach
Wildnis.Eis.Luft.,(Gruppenausstellung mit Judith Grassl, Esther Weinhold), Haus 10. Fürstenfeldbruck
Auf der Suche nach dem Garten Eden, Domagkpark, München
Währenddessen im Wald, Tschechisches Zentrum München
Tiefes Loch auf Teppich, Kunstpavillon München
Erweiterungen der Sammlung (2011-2016), Galerie Felixe Jeneweina, Kutná Hora
Mezi druhy, Felixe Jeneweina Gallery, Kutná Hora
Apropospropofol, Akademie der Bildenden Künste München
26. Akademie-Auktion, München
Andi/y Wand, Akademie der Bildenden Künste München
Go for Art, Galerie U Prstenu, Prag
50. Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst, Galerie Dolmen, Topicuv salon, Prag
XVI.Symposium für zeitgenössische Kunst, Galerie Felixe Jeneweina, Kutná Hora
Schwabinger 7, Nová Galerie, Prag
Kunst Prag 2016, Nová Galerie, Prag
Tiere in der Kunst, Galerie Golmen, Prag
Kritische Massenausstellung, Kunstarkaden, München
Die kleine Würgerin, Pniks Garage München
Sammlung der Stadt Gallery Felix Jenewein, Kutná Hora
Der Künstler lebt und arbeitet in München
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